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Temporäre Sprachkanäle in Discord: Join to Create richtig einrichten

Zehn feste Sprachkanäle, von denen neun leer sind: Join to Create löst das. Welche vier Entscheidungen du vorher treffen solltest, was Besitzer mit ihrem Kanal dürfen und wie es mit AFK und Voice Rollen zusammenspielt.

Veröffentlicht am von AlphaCloud4 Min. Lesezeit

Fast jeder Server fängt mit festen Sprachkanälen an: "Talk 1" bis "Talk 5", dazu ein paar für Spiele. Ein halbes Jahr später sind es fünfzehn, abends sind zwei davon belegt, und wer eine ruhige Runde zu dritt will, landet trotzdem bei Fremden. Oder es sind zu wenige, und ein Gespräch drängt das nächste raus.

Join to Create dreht das um. Es gibt nur noch einen Kanal zum Beitreten, den Creator Channel. Wer ihn betritt, bekommt sofort einen eigenen Sprachkanal und wird hineingeschoben. Ist der Kanal wieder leer, löscht der Bot ihn. Die Kanalliste zeigt dann genau die Gespräche, die gerade laufen.

Vier Entscheidungen vor dem Einrichten

Der Bot ist in fünf Minuten eingerichtet. Ob das System angenommen wird, hängt an vier Dingen, die man vorher klärt.

1. Wo die Kanäle entstehen

Neue Kanäle landen in einer Kategorie. Lässt du das Feld leer, nimmt der Bot die Kategorie des Creator Channels. Das ist meistens richtig: oben der Creator Channel, darunter die laufenden Gespräche. Eine eigene Kategorie lohnt sich, wenn du sie getrennt behandeln willst, etwa für andere Rechte oder als Ausnahme für den AFK Room und Voice Rollen, dazu unten mehr.

2. Wie sie heißen

Das Namensschema bestimmt den Namen jedes neuen Kanals. Zwei Platzhalter stehen zur Verfügung: {user} für den Namen des Besitzers und {count} für eine fortlaufende Nummer. Voreingestellt ist 🔊 {user}, also zum Beispiel "🔊 Max". Das hat einen Vorteil, den man erst später bemerkt: In der Kanalliste sieht jeder, wessen Kanal es ist, und wen er fragen muss, bevor er dazukommt.

{count} passt besser, wenn die Kanäle eher Räume als private Runden sind, etwa "Squad {count}".

3. Wie viele reinpassen

Das User Limit begrenzt die Plätze, 0 heißt unbegrenzt. Mit einem einzigen Creator Channel ist das eine Grundeinstellung, die der Besitzer danach selbst ändern kann. Interessanter wird es mit mehreren: "Duo erstellen" mit Limit 2, "Squad erstellen" mit Limit 5, "Großer Raum" ohne Limit. Mitglieder wählen dann beim Beitreten, was sie vorhaben, und müssen nichts nachstellen.

Ohne Premium ist ein Creator Channel möglich, mit Premium bis zu fünf. Jeder Creator Channel gehört zu genau einem Setup.

4. Wie viel der Besitzer darf

Im neuen Kanal postet der Bot eine Nachricht mit Knöpfen, über die der Besitzer seinen Kanal steuert:

  • Umbenennen und Limit ändern
  • Sperren und Entsperren: niemand Neues kommt mehr rein
  • Verstecken und Anzeigen: der Kanal verschwindet aus der Liste
  • Kicken und Bannen: jemanden rauswerfen, beim Bann auch dauerhaft aussperren, mit Entbannen wieder rein lassen
  • Übertragen: den Kanal an jemanden im Kanal abgeben
  • Beanspruchen: einen Kanal übernehmen, dessen Besitzer gegangen ist
  • Co-Owner: eine zweite Person, die fast alles mitsteuern darf, nur nicht übertragen und keinen Co-Owner bestimmen

Das ist bewusst viel. Ein privater Kanal ist nur dann privat, wenn der Besitzer ungebetene Gäste selbst rauswerfen kann, ohne dafür das Team zu rufen. Den Besitzer selbst kann über die Knöpfe niemand kicken oder bannen.

Eins solltest du trotzdem bedenken: Wer seinen Kanal umbenennen darf, kann dort auch Unsinn eintragen, und der Name steht für alle sichtbar in der Kanalliste. Dein Team kann jeden Kanal wie gewohnt in Discord löschen. Wenn das auf deinem Server öfter vorkommt, ist ein Namensschema mit {count} eine Überlegung wert, dann fällt ein seltsamer Name zumindest schneller auf.

Warum leere Kanäle wirklich verschwinden

Der größte Ärger mit temporären Kanälen sind die, die nicht verschwinden. Sobald der letzte Mensch einen Kanal verlässt, löscht der Bot ihn, Bots im Kanal zählen dabei nicht mit. Klappt das Löschen einmal nicht, versucht er es beim nächsten Verlassen oder nach dem nächsten Neustart erneut. Kanäle, die leer wurden, während der Bot neu gestartet ist, räumt er beim Start auf.

Zwei kleine Regeln verhindern, dass jemand die Kanalliste zuspammt: Wer schon einen eigenen Kanal hat und den Creator Channel erneut betritt, landet wieder in seinem bestehenden Kanal statt in einem neuen. Und zwischen zwei neuen Kanälen pro Mitglied liegen mindestens zehn Sekunden.

Zusammen mit AFK Room und Voice Rollen

AFK Room. Verschiebt der AFK Room jemanden aus einem temporären Kanal, und der Kanal wird dadurch leer, löscht der Bot ihn. Holt der AFK Room die Person später zurück, etwa weil sie wieder im Chat schreibt, gibt es den alten Kanal nicht mehr. Dafür hat der AFK Room einen Ersatzkanal, in den er Mitglieder dann zurückholt. Stell ihn ein, wenn du beides nutzt.

Voice Rollen. Wer Voice Rollen nutzt, kann die Kategorie mit den temporären Kanälen von der Rolle für jeden Sprachkanal ausnehmen oder ihr eine eigene Rolle geben, etwa "In privater Runde". So zeigt die Mitgliederliste, wer in einem offenen Gespräch sitzt und wer gerade lieber unter sich ist.

Die Einrichtung

  1. In Discord einen normalen Sprachkanal anlegen, zum Beispiel "➕ Eigenen Channel erstellen"
  2. Im Panel unter Moderation das Modul Temp Voice aktivieren
  3. Ein Setup hinzufügen: Creator Channel, Kategorie, Namensschema und User Limit
  4. Optional einen Log Channel setzen, der jedes Erstellen und Löschen protokolliert
  5. Speichern und selbst einmal beitreten

Der Bot braucht dafür die Rechte Kanäle verwalten, Mitglieder verschieben, Kanäle ansehen und Verbinden. Die Nachricht mit den Knöpfen kannst du unter Nachricht im Sprachkanal im Message Builder umgestalten, die Steuerknöpfe bleiben dabei immer drin. Alle Felder stehen in der Dokumentation zu Temp Voice.

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